Leistungsrechner
Elektrische Leistung berechnen. Watt in Ampere, Ampere in Watt und Volt in Watt umrechnen für Gleich-, Einphasen- und Drehstromkreise.
Geben Sie zwei der drei Werte Spannung, Stromstärke oder Leistung ein. Für Wechselstrom bitte den Leistungsfaktor angeben.
P = V × I × PF
So funktioniert es
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Phase und gesuchte Größe wählen
Wähle Gleichstrom, einphasigen Wechselstrom oder Drehstrom. Gib dann an, welchen Wert du berechnen möchtest: Watt, Volt oder Ampere.
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Die zwei bekannten Werte und (bei AC) den Leistungsfaktor eingeben
Trage die bekannte Spannung, den Strom oder die Leistung ein. In Wechselstromkreisen setzt du einen Leistungsfaktor zwischen 0 und 1. Für rein ohmsche Lasten bleibt er bei 1.
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Ergebnis und verwendete Formel ablesen
Der Rechner zeigt den berechneten Wert und die exakte Formel, egal ob P = U × I für Gleichstrom oder P = √3 × U × I × cos(φ) für Drehstrom.
Leistung, Watt, Volt und Ampere: Was der Versorger tatsächlich sieht
Ein Haushalts-Stromkreis mit 15 A bei 120 V liefert 1.800 W. Schließt man einen alten Asynchronmotor an, rechnet der Versorger trotzdem ab, als würde mehr gezogen. Diese Lücke ist der Leistungsfaktor. In einem Gleichstromkreis oder an einer rein ohmschen Wechselstromlast wie einem Heizgerät oder einer Glühlampe gilt schlicht P = U × I. In Wechselstromkreisen mit Motoren, Leuchtstoff-Vorschaltgeräten oder Schaltnetzteilen geraten Spannung und Strom aus der Phase. Die Wirkleistung (Watt) verrichtet die eigentliche Arbeit. Die Scheinleistung (Voltampere) ist das, was Leitungen und Transformatoren tatsächlich führen müssen. Die Blindleistung (VAR) pendelt hin und her, ohne Nutzarbeit zu leisten, verursacht aber trotzdem I²R-Verluste im Verteilnetz. Der Leistungsfaktor cos(φ) ist das Verhältnis von Wirk- zu Scheinleistung. Asynchronmotoren liegen im Nennbetrieb typischerweise zwischen 0,7 und 0,9. Gewerbekunden zahlen Zuschläge, wenn ihr mittlerer Leistungsfaktor zu weit abfällt, weshalb Kompensationskondensatoren in Industrieanlagen Standard sind. Die Dreiphasenverteilung nutzt die Formel P = √3 × U_LL × I_L × cos(φ), wobei U_LL die Außenleiterspannung und I_L der Außenleiterstrom ist. Der Faktor √3 ergibt sich aus der Geometrie dreier um 120 Grad versetzter Spannungen: U_LL = √3 × U_LN. Übliche Drehstromspannungen sind 208 V, 240 V und 480 V zwischen den Außenleitern in Nordamerika sowie 400 V in weiten Teilen Europas. Die erste kommerzielle Drehstromübertragung leitete 1893 400 PS über 15 Kilometer bei 9,5 kV, und seitdem rechnet jeder Industrieabzweig nach derselben Formel.
Typische Stolperfallen
Einphasen-Formel auf einen Drehstromkreis anwenden. P = U × I gilt nur für Gleichstrom und Einphasen-Wechselstrom. Symmetrische Drehstromkreise brauchen den Faktor √3 (≈1,732): P = √3 × U_LL × I_L × cos(φ). Ohne √3 liest ein Motor an 400 V Drehstrom 42 % zu niedrig.
cos(φ) = 1 bei induktiven Lasten annehmen. Asynchronmotoren liegen im Nennbetrieb bei 0,8 bis 0,9; bei Teillast fällt cos(φ) unter 0,6. Eine 10-kW-Last bei cos(φ) = 0,7 zieht 14,3 kVA; genau diese Scheinleistung bestimmt Querschnitt, Absicherung und Leistungspreis.
Außenleiter- und Sternspannung verwechseln. In einem 400/230-V-Netz gilt U_LL = √3 × U_LN. Trägt man 230 V in die Drehstromformel ein, obwohl der Kreis mit 400 V läuft, fehlen 42 % im Ergebnis.
Momentan- oder Spitzenwerte statt Effektivwerten für Wechselstrom verwenden. U_peak = √2 × U_rms (≈1,414 ×). 230 V RMS entsprechen 325 V Spitze und 650 V Spitze-Spitze. Jede P = U × I-Rechnung setzt RMS-Werte voraus.
Häufig gestellte Fragen
Wie rechne ich Watt in Ampere um?
Bei Gleichstrom oder einphasigem Wechselstrom: I = P / (V × PF). Beispiel: Ein 1200-W-Gerät an einer 120-V-Leitung mit PF = 1 zieht 10 A. Bei Dreiphasen-Wechselstrom: I = P / (√3 × V × PF). Der Leistungsfaktor ist standardmäßig 1 (ohmsche Last); für Motoren (~0,8–0,9) oder induktive Lasten entsprechend reduzieren.
Wie rechne ich Ampere in Watt um?
Bei Gleichstrom oder einphasigem Wechselstrom: P = V × I × PF. 10 A bei 120 V und PF = 1 ergeben 1200 W. Bei Dreiphasen-Wechselstrom: P = √3 × V_LL × I_L × PF, wobei V_LL die verkettete Spannung und I_L der Leiterstrom ist.
Was ist der Leistungsfaktor und warum ist er wichtig?
Der Leistungsfaktor (PF = cos φ) ist das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung in einem Wechselstromkreis. PF = 1 bei rein ohmschen Lasten (Heizungen, Glühlampen). PF < 1 bei Motoren, Transformatoren und anderen induktiven Verbrauchern. Energieversorger berechnen gewerblichen Kunden die Wirkleistung, dimensionieren die Leitungen aber nach der Scheinleistung — ein niedriger PF verursacht daher Mehrkosten durch überdimensionierte Verkabelung.
Warum wird bei Dreiphasen-Strom der Faktor √3 verwendet?
Dreiphasenstrom wird über drei Leiter übertragen, die jeweils um 120° phasenverschoben sind. Bei der Berechnung der Gesamtleistung aus der verketteten Spannung (V_LL) und dem Leiterstrom (I_L) erfasst die Formel P = √3 × V_LL × I_L × PF die gesamte Wirkleistung aller drei Phasen — gleichwertig mit 3 × V_LN × I_L × PF bei Strangspannung.
Kann ich kVA aus Watt berechnen?
Die Scheinleistung in kVA ergibt sich aus der Wirkleistung geteilt durch den Leistungsfaktor und dann durch 1000. Bei 10 kW und PF = 0,8 beträgt die Scheinleistung 12,5 kVA. Dieses Tool berechnet die Wirkleistung (Watt); für kVA teilen Sie Watt durch PF und durch 1000.
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