Kelvin (K)
Definition
Das Kelvin (Symbol K) ist die SI-Basiseinheit der thermodynamischen Temperatur. Es ist definiert durch den festgelegten Zahlenwert der Boltzmann-Konstante von genau 1,380649 × 10⁻²³ Joule pro Kelvin und nutzt den absoluten Nullpunkt als Ursprung.
Geschichte
Der irisch-schottische Physiker William Thomson, Lord Kelvin, schlug 1848 eine absolute Temperaturskala vor, die am absoluten Nullpunkt verankert ist, der theoretischen Grenze, an der jede thermische Bewegung aufhört. Die Skala wurde ursprünglich so definiert, dass ihre Gradgröße der Celsius-Skala entspricht.
Von 1954 bis 2019 war das Kelvin so definiert, dass der Tripelpunkt des Wassers exakt 273,16 K betrug. Die SI-Revision 2019 koppelte die Einheit stattdessen an die Boltzmann-Konstante und löste sie damit von den Eigenschaften eines bestimmten Stoffes. Die Größe des Kelvin blieb dabei innerhalb der experimentellen Unsicherheit erhalten.
Normquelle
Definiert in der BIPM-SI-Broschüre (9. Ausgabe, 2019) durch Festlegung der Boltzmann-Konstante k auf genau 1,380649 × 10⁻²³ J/K.
Häufige Umrechnungen
| 273.15 K | = 0 °C |
|---|---|
| = 32 °F | |
| = 491.67 °R |