Break-Even-Rechner
Berechnen Sie den Break-Even-Punkt in Stückzahl, Fixkosten, Verkaufspreis oder variablen Kosten pro Stück. Zeigt Deckungsbeitrag und Break-Even-Umsatz.
So funktioniert es
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Waehlen Sie die Zielgroesse
Waehlen Sie Break-Even-Stueckzahl, Fixkosten, Verkaufspreis oder variable Kosten als unbekannte Variable. Der Rechner berechnet sie aus den drei anderen Eingaben.
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Geben Sie die drei bekannten Werte ein
Tragen Sie Fixkosten (Miete, Gehaelter, Versicherung), Verkaufspreis pro Stueck und variable Kosten pro Stueck (Material, Versand, Provisionen) in derselben Waehrung ein.
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Lesen Sie Stueckzahl, Umsatz und Marge ab
Die Ergebnisse zeigen die Break-Even-Menge (aufgerundet, da Sie kein Bruchteil verkaufen koennen), den Break-Even-Umsatz, den Deckungsbeitrag pro Stueck und das Deckungsbeitragsverhaeltnis.
Break-Even-Analyse verstehen
Die Break-Even-Analyse bestimmt das Absatzvolumen, bei dem der Gesamtumsatz den Gesamtkosten entspricht und weder Gewinn noch Verlust entsteht. Die Kernformel teilt die Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Stueck (Verkaufspreis minus variable Stueckkosten). Wenn eine Baeckerei 3.000 EUR/Monat fuer Miete und Personal zahlt und Croissants fuer 5 EUR pro Stueck bei 2 EUR Zutatenkosten verkauft, betraegt der Deckungsbeitrag 3 EUR und der Break-Even-Punkt liegt bei 1.000 Croissants pro Monat. Die Methode stammt aus der Kosten-Volumen-Gewinn-Analyse (CVP) des Management Accounting und wurde Mitte des 20. Jahrhunderts formalisiert. Break-Even-Analyse eignet sich am besten fuer Einprodukt- oder gewichtete Durchschnittsszenarien; Mehrproduktunternehmen mit unterschiedlichen Margenstrukturen sollten einen gemischten Deckungsbeitrag berechnen oder die Analyse pro Produktlinie durchfuehren. Die zentrale Einschraenkung: Fixkosten werden als wirklich fix angenommen und variable Kosten skalieren linear mit dem Volumen. In der Praxis steigt die Miete moeglicherweise bei bestimmten Volumina (neues Lager), Rohstoffpreise koennen durch Mengeneinkauf sinken und der Verkaufspreis variiert je nach Kanal oder Saison. Trotz dieser Vereinfachungen bleibt die Break-Even-Analyse eines der praktischsten Finanzplanungswerkzeuge fuer Startups, Produkteinfuehrungen und Preisentscheidungen.
Haeufige Fehler
Fixkosten sind nicht immer fix. Miete, Gehaelter und Versicherung koennen bei bestimmten Produktionsvolumina sprunghaft steigen (z. B. zweite Schicht oder Lagerhalle). Fuehren Sie die Analyse bei Kapazitaetsaenderungen erneut durch.
Variable Kosten skalieren selten perfekt linear. Mengenrabatte, Ueberstundenzuschlaege und gestaffelte Versandkosten erzeugen nichtlineare Kostenkurven. Verwenden Sie durchschnittliche variable Stueckkosten als Basis und testen Sie mit hohen und niedrigen Schaetzwerten.
Die Break-Even-Analyse setzt einen einzigen Verkaufspreis voraus. Bei Verkauf ueber mehrere Kanaele mit unterschiedlichen Preisen berechnen Sie einen gewichteten Durchschnittspreis oder fuehren Sie separate Analysen pro Kanal durch.
Die Break-Even-Stueckzahl wird immer aufgerundet. Sie koennen kein halbes Produkt verkaufen. Ergibt die Rechnung 100,2 Stueck, muessen Sie 101 verkaufen, um tatsaechlich den Break-Even zu erreichen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Break-Even-Punkt?
Der Break-Even-Punkt ist die Stueckzahl, bei der der Gesamtumsatz den Gesamtkosten (Fixkosten plus variable Gesamtkosten) entspricht. An diesem Punkt ist der Gewinn genau null. Jede weitere verkaufte Einheit erzielt Gewinn; eine weniger bedeutet Verlust.
Wie berechne ich die Break-Even-Stueckzahl?
Teilen Sie die gesamten Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Stueck (Verkaufspreis minus variable Stueckkosten). Beispiel: 10.000 EUR Fixkosten bei 50 EUR Verkaufspreis und 30 EUR variablen Kosten ergeben 20 EUR Deckungsbeitrag, also Break-Even bei 500 Stueck.
Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, den jede verkaufte Einheit zur Deckung der Fixkosten und zur Gewinnerzielung beitraegt. Er entspricht dem Verkaufspreis minus den variablen Stueckkosten. Das Deckungsbeitragsverhaeltnis teilt diesen Wert durch den Verkaufspreis.
Was zaehlt als Fixkosten?
Fixkosten aendern sich kurzfristig nicht mit dem Produktionsvolumen: Miete, Gehaelter, Versicherung, Leasingraten und Darlehenszahlungen. In der Praxis koennen sie bei bestimmten Volumina sprunghaft steigen (z. B. zweite Schicht).
Was zaehlt als variable Kosten?
Variable Kosten aendern sich proportional mit jeder produzierten oder verkauften Einheit: Rohmaterialien, Verpackung, Versand, Vertriebsprovisionen und Zahlungsgebuehren. Das Break-Even-Modell nimmt lineare Skalierung an.
Kann ich die Break-Even-Analyse fuer Dienstleistungen verwenden?
Ja. Ersetzen Sie 'Stueck' durch abrechenbare Stunden, Projekte oder Kunden. Fixkosten sind Ihr Overhead (Buero, Software, Gehaelter), variable Kosten sind Auftragskosten (Subunternehmer, Material), und der Verkaufspreis ist Ihr Stundensatz oder Projekthonorar.
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