IPv6-Subnetzrechner
Berechne IPv6-Subnetzdetails — Netzwerkadresse, letzte Adresse, Gesamtanzahl und Adresstyp für beliebige Präfixlängen.
CIDR-Notation. Komprimierte (2001:db8::/32) oder ausgeschriebene Form.
IPv6-Adressierung verstehen
IPv6 wurde von der IETF entwickelt, um den 32-Bit-Adressraum von IPv4 zu ersetzen, der für das wachsende Internet nicht ausreichte. Mit 128 Bit pro Adresse kann IPv6 etwa 3,4×10^38 eindeutige Adressen darstellen. Das Protokoll ist in RFC 8200 (2017) spezifiziert, die RFC 2460 ablöste.
IPv6-Adressen werden als acht Gruppen von vier hexadezimalen Ziffern geschrieben, getrennt durch Doppelpunkte. RFC 5952 definiert eine kanonische Textdarstellung: Kleinbuchstaben, keine unnötigen führenden Nullen und ein einzelnes `::`, das die längste Folge aufeinanderfolgender Null-Gruppen ersetzt (nur wenn diese mindestens zwei Gruppen umfasst). Das übliche /64-Präfix stammt aus der Stateless Address Autoconfiguration.
Dieser Rechner verarbeitet den vollständigen 128-Bit-Adressraum mit JavaScript BigInt, sodass Adressanzahlen für große Blöcke wie /32 oder /48 exakt berechnet werden. Er identifiziert den Adresstyp: Global Unicast (2000::/3), Link-Local (fe80::/10), Unique Local (fc00::/7), Multicast (ff00::/8), Dokumentation (2001:db8::/32), Loopback (::1) und unspezifiziert (::).
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen IPv4 und IPv6?
IPv4 verwendet 32-Bit-Adressen (etwa 4,3 Milliarden insgesamt), während IPv6 128-Bit-Adressen nutzt, was rund 3,4×10^38 eindeutige Werte ergibt. IPv6 wurde in RFC 2460 standardisiert und 2017 durch RFC 8200 abgelöst. Es macht NAT in den meisten Fällen überflüssig und bietet integrierte Funktionen wie Autokonfiguration.
Warum enthält meine IPv6-Adresse doppelte Doppelpunkte (::)?
Die `::`-Notation komprimiert eine oder mehrere aufeinanderfolgende Gruppen von Nullen. RFC 5952 schreibt vor, dass `::` die längste Folge ersetzen muss, und nur ein `::` pro Adresse erlaubt ist. Eine einzelne Null-Gruppe darf nicht komprimiert werden — `1:2:3:4:5:6:0:8` bleibt also unverändert.
Welche Präfixlängen werden in IPv6 häufig verwendet?
RIRs vergeben typischerweise /32-Blöcke an ISPs. Endstandorte erhalten üblicherweise /48, woraus 65.536 /64-Subnetze ableitbar sind. /64 ist die Standardgröße für ein einzelnes LAN, da SLAAC einen 64-Bit-Interface-Identifier benötigt. /128 steht für einen einzelnen Host.
Was ist eine Link-Local-Adresse?
Link-Local-Adressen im Bereich fe80::/10 werden jeder IPv6-fähigen Schnittstelle automatisch zugewiesen und gelten nur in einem einzelnen physischen Netzsegment. Sie werden für Neighbor Discovery und Autokonfiguration genutzt. Pakete mit Link-Local-Adressen werden niemals über Router weitergeleitet.
Was ist eine Unique-Local-Adresse?
Unique Local Addresses (ULAs) in fc00::/7 — praktisch fd00::/8 — sind das IPv6-Äquivalent zu privaten IPv4-Bereichen (RFC 1918). Sie sind innerhalb einer Organisation routbar, aber nicht global, und der lokal zugewiesene Teil enthält eine pseudozufällige 40-Bit-Global-ID.
Wie berechne ich die Anzahl der Adressen in einem IPv6-Subnetz?
Die Formel lautet 2^(128 - Präfix). Für /64 sind das 2^64 ≈ 1,8×10^19 Adressen. Für /48 sind es 2^80 ≈ 1,2×10^24. Da diese Zahlen den sicheren Integer-Bereich von JavaScript überschreiten, verwendet dieser Rechner durchgehend BigInt.